TWL bewässert Maudacher Bruch

30.06.2010

Mit einer einmaligen Aktion hat TWL die Bewässerung des Maudacher Bruchs eingeleitet. Führungskräfte des Ludwigshafener Energieversorgers haben selber Hand angelegt und einen 120 Meter langen Graben für den künftigen Einsatz fertiggestellt. Der Graben verbindet ein Becken, das mit Rohwasser aus einem TWL-Tiefbrunnnen gespeist wird, mit dem Grabensystem des Maudacher Bruch.

Das einmalige Moorgebiet in Ludwigshafen bekommt damit die notwendige Wassereinspeisung, um es nachhaltig vor der drohenden Austrocknung zu schützen. „Es ist uns sehr wichtig, zusammen mit den vielen Freiwilligen in der Stadt Verantwortung zu übernehmen und mitzuhelfen, dieses einmalige Erholungsgebiet zu erhalten", so die beiden TWL-Vorstände Dr. Gerhard Weissmüller und Dr. Hans-Heinrich Kleuker.

Zur Info:
Das Maudacher Bruch in Ludwigshafen ist ein einmaliges Niedermoor-Gebiet in einem ehemaligen Altarm des Rheins. Für die Stadt Ludwigshafen stellt es das wichtigste Biotop und gleichzeitig auch das größte Erholungsgebiet dar. Flora und Fauna des Bruchs leiden
seit den 70ger Jahren des vorigen Jahrhunderts in trockeneren Jahren immer wieder unter niedrigen Grundwasserständen. Es hat sich daher eine Interessengemeinschaft Maudacher Bruch gebildet, die von vielen Freiwilligen aus ehrenamtlichen Verbänden und der freien Wirtschaft unterstützt wird. Durch dieses Engagement für den Naturschutz wird die Ausführung dieser Maßnahme erst möglich.

Um Kosten zu sparen, wird die Maßnahme in erster Linie mit freiwilligen Helfern umgesetzt, die sich in der Interessensgemeinschaft Maudacher Bruch zusammengeschlossen haben. So hat das THW mit einem Radlader die Rodung und das Ausheben des Beckens übernommen, die Berufsschule BBS Ludwigshafen hat mit Schülern die Gräben anlegt; TWL hat mit der heutigen Aktion damit begonnen, die Anbindung des Brunnens an das Becken vorzunehmen.

Das durch den Tiefbrunnen von TWL geförderte Wasser enthält einen hohen natürlichen Eisen- und Mangananteil. Diese beiden Metalle müssen aus dem Wasser ausgefällt werden, bevor es in das Grabensystem des Maudacher Bruches gelangen darf. Dazu ist der Bau eines naturnah gestalteten Erdbeckens notwendig, in dem das Wasser belüftet wird und sich der rote Eisen- und Manganschlamm absetzen kann.

Durch die Vermischung mit Sauerstoff und die langsamen Fließgeschwindigkeiten in dem Becken setzt sich das Eisen und Mangan als Schlamm am Grund des Beckens ab. Danach wird das Wasser über einen Graben in das erhaltenswerte Feuchtgebiet eingeleitet. Jährlich sollen hierdurch bis zu 500.000 Kubikmeter Wasser eingeleitet werden.

 

Ansprechpartner

Eva Jörg 

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