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Jahresabschluss 2015: TWL erzielt erneut positives Ergebnis

(vom 29.06.2016)

Die TWL AG kann – nach 2013 und 2014 – auch das Geschäftsjahr 2015 positiv abschließen. Das Jahresergebnis liegt bei 5,1 Millionen Euro Gewinn. Trotz der erneut sehr milden Witterung haben sich die Erdgasabgabe sowie der Wärmeabsatz sehr gut entwickelt. Der Stromabsatz ist hingegen deutlich rückläufig. Dies ist auf den Wegfall des Geschäfts mit den Netzbetreibern zurückzuführen.  

Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2015 mit 308,5 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahr (2014: 319,0 Millionen Euro). Verantwortlich hierfür ist vor allem der Umsatzrückgang im Bereich Strom, der auf den Wegfall des Geschäfts mit den Netzbetreibern zurückzuführen ist. Der Jahresüberschuss beträgt 5,1 Millionen Euro (2014: 9,0 Millionen Euro). Das EBIT entwickelte sich hingegen – dank gestiegenem Umsatz in der Sparte Wärme – positiv und beläuft sich auf 20,6 Millionen Euro gegenüber 17,9 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014 (+15,1 Prozent). Die Vermögenslage von TWL hat sich ebenfalls gut entwickelt: Gemeinsam mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr kann das Unternehmen einen Bilanzgewinn von 21,9 Millionen Euro (2014: 16,8 Millionen Euro) verzeichnen. Das Eigenkapital konnte auf 106,7 Millionen Euro erhöht werden (2014: 101,6 Millionen Euro).

„Trotz der schwierigen Witterungsbedingungen und des Wegfalls des Geschäfts mit den Netzbetreibern können wir ein positives Ergebnis verzeichnen. Das zeigt, dass wir mit unserer Strategie TWL 2020, die auf den drei Säulen Effizienzoffensive, Substanzerhalt und Wachstum aufbaut, auf dem richtigen Weg sind“, sagt Dr. Hans-Heinrich Kleuker, Kaufmännischer Vorstand von TWL. „2015 stand unser Unternehmen ganz im Zeichen des Aufbaus neuer innovativer Geschäftsfelder, dem Ausbau erneuerbarer Energien, der Verbesserung der Energieeffizienz sowie der strategischen Optimierung von Prozessen und Strukturen. So senken wir unsere Kosten, erreichen mehr Flexibilität und stellen den Kunden noch stärker in den Mittelpunkt“, ergänzt Dr. Reiner Lübke, Technischer Vorstand von TWL.     

Entwicklung des Kerngeschäfts
Die außergewöhnlich warme Witterung hatte erneut einen sehr großen Einfluss auf den Energieverbrauch in Deutschland. Mit 9,9 Grad Celsius lag die Durchschnittstemperatur 1,7 Grad höher als die üblichen Referenzwerte, jedoch 0,4 Grad Celsius niedriger als 2014. Der Energieverbrauch stieg deutschlandweit gegenüber 2014 um 1,3 Prozent an, blieb aber dennoch auf niedrigem Niveau. Trotzdem zeigt sich bei TWL ein positives Bild beim Erdgas- und Wärmeabsatz.

Der Erdgasabsatz ist 2015 gegenüber 2014 wieder gestiegen: Insgesamt konnte TWL hier 1.676,8 Millionen Kilowattstunden (2014: 1.591,1 Millionen Kilowattstunden) absetzen. Das entspricht einem Plus von 5,4 Prozent. Bei Privat- und Gewerbekunden war im Geschäftsjahr 2015 ein Plus von 11,9 Prozent (578,3 Millionen Kilowattstunden), bei Geschäftskunden ein Plus von 2,2 Prozent (1.098,5 Millionen Kilowattstunden) zu verzeichnen.   

Sehr positiv entwickelte sich im Geschäftsjahr 2015 auch der Wärmeabsatz. Insgesamt steht hier ein Plus von 20,2 Prozent. Die Abgabe stieg von 220,2 auf 264,6 Millionen Kilowattstunden. 154,1 Millionen Kilowattstunden davon entfielen auf die Privat- und Gewerbekunden (+25,7 Prozent), während 110,5 Millionen Kilowattstunden bei den Geschäftskunden abgesetzt wurden (+13,2 Prozent).

Weniger positiv hat sich hingegen der Bereich Strom entwickelt. Mit insgesamt 811,2 Millionen Kilowattstunden lag der Absatz hier um 26 Prozent unter dem des Vorjahres. Grund hierfür war der Wegfall des Geschäfts mit den Netzbetreibern, an die TWL nur noch 8,9 Millionen Kilowattstunden Strom abgeben konnte (2014: 324,5 Millionen Kilowattstunden; -97,3 Prozent). Auch die Abgabe an Privat- und Gewerbekunden entwickelte sich rückläufig (-5,5 Prozent). Erneut ausbauen konnte TWL hingegen den Vertrieb im Großkundenbereich – insbesondere außerhalb des eigenen Netzgebietes. Hier konnte der Energieversorger im Geschäftsjahr 2015 580,8 Millionen Kilowattstunden gegenüber 537,1 Millionen Kilowattstunden im Vorjahr (+8,1 Prozent) absetzen.    

Der Verkauf von Trinkwasser verzeichnete lediglich minimale Schwankungen: Er sank von 11,5 auf 11,3 Millionen Kubikmeter (-1,7 Prozent).

Investitionen in Netze
Das Investitionsvolumen lag im Geschäftsjahr 2015 leicht unter dem Wert des Vorjahres: Insgesamt investierte TWL 27,3 Millionen Euro (2014: 30,1  Millionen Euro). Ein Großteil davon – nämlich 16,6 Millionen Euro – flossen in den Ausbau und Erhalt der Netze. Einen großen Teil dieser Summe investierte TWL in den Fernwärmeausbau, aber auch in den Substanzerhalt – in erster Linie in die Strom-, Gas- und Wassernetze.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016
Für das Geschäftsjahr 2016 sind Investitionen in Höhe von 32,1 Millionen Euro geplant. Der Großteil wird in die regionalen Versorgungsnetze in Ludwigshafen fließen. Im Rahmen der Strategie TWL 2020 plant TWL zusätzliche Investitionen in Höhe von insgesamt 80 Millionen Euro, mit denen Geschäftsfelder erweitert und neue Produktideen umgesetzt werden sollen. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet TWL aufgrund von Lieferungen an Netzversorger einen Anstieg der Absatzahlen im Bereich Strom. Auch im Bereich Fernwärme rechnet der Energieversorger mit steigenden Absatzzahlen, da diese 2015 in Folge der warmen Witterung unerwartet niedrig waren. In allen anderen Sparten geht TWL von einem stabilen Absatz aus. Insgesamt erwartet TWL sowohl für das Geschäftsjahr 2016 als auch für die kommenden Jahre ein positives Ergebnis. 

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