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Jahresabschluss 2011 der TWL AG: Umsatzerlöse deutlich gesteigert - GML-Brand belastet Ergebnis

(vom 28.06.2012)

Ein überdurchschnittlich warmer Winter und Belastungen aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr haben sich negativ auf das Geschäftsjahresergebnis der Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) AG ausgewirkt. Trotz gesteigerter Umsatzerlöse schließt TWL das Geschäftsjahr 2011 mit einem Verlust von 1,8 Millionen Euro ab.

„Das gesamte Marktumfeld gestaltete sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 schwierig und war unstet", erläutert Dr. Hans-Heinrich Kleuker, Kaufmännischer Vorstand von TWL, die Bilanz. „Das Jahr 2011 fiel, auch im Vergleich mit den Vorjahren, deutlich wärmer aus als erwartet. Das haben wir zu spüren bekommen. Zudem wirkten sich insbesondere die Folgekosten, die der Brand in der GML-Müllverbrennung im Oktober 2010 verursacht hat, auf das Ergebnis aus."

Umsatzerlöse um rund 12 Millionen Euro gesteigert

Die Umsatzerlöse von TWL betrugen im Jahr 2011 rund 255 Millionen Euro und lagen damit rund 12 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Maßgeblich hierfür waren Umsatzsteigerungen im Energie- und Wasserverkauf. Zusätzliche Deckungsbeiträge erzielte TWL durch die Akquisition neuer Kunden außerhalb des klassischen Versorgungsgebiets in Ludwigshafen. „Wir haben die deutschlandweite Belieferung von Strom- und Gaskunden seit dem Geschäftsjahr 2009 konstant ausgebaut. Dabei haben wir beispielsweise Erdgaslieferverträge mit namhaften Großabnehmern abgeschlossen", so Dr. Hans-Heinrich Kleuker.

Wirtschaftliche Entwicklung des Kerngeschäfts
Besonders erfreulich entwickelte sich im Geschäftsjahr 2011 der Bereich Erdgas. Hier verzeichnete TWL ein deutliches Plus bei den Geschäftskunden (plus 71,5 Prozent). Der Absatz stieg trotz der sehr milden Witterung auf 1.581,99 Millionen Kilowattstunden. Bei den Privat- und Gewerbekunden sank der Absatz witterungsbedingt hingegen deutlich (minus 18,5 Prozent).

Der Stromabsatz verringerte sich im Geschäftsjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr auf 435,2 Millionen Kilowattstunden (im Vorjahr 463,8 Millionen Kilowattstunden). Hierbei ging vor allem der Verkauf an Sondervertragskunden zurück (minus 8,2 Prozent). Der Verkauf an Privat- und Gewerbekunden sank gegenüber dem Vorjahreswert ebenfalls leicht um 4,8 Prozent.

Witterungsbedingte Absatzrückgänge betrafen auch das Wärmegeschäft. Trotz des kontinuierlichen Ausbaus der Fernwärmeversorgung in Ludwigshafen sank der Absatz auf 209,1 Millionen Kilowattstunden (im Vorjahr 248,6 Millionen Kilowattstunden).

Der Verkauf von Trinkwasser ging ebenfalls leicht zurück auf 10,9 Millionen Kubikmeter (im Vorjahr 11,1 Mio. Kubikmeter). Der Rückgang betraf hierbei insbesondere die Privat- und Gewerbekunden (minus 2,6 Prozent).

Investitionen in Höhe von 26 Millionen Euro getätigt
Im abgelaufenen Geschäftsjahr tätigte TWL Investitionen in Höhe von insgesamt 26 Millionen Euro. Davon flossen rund 19 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur in der Region, insbesondere des Fernwärmenetzes. Auch auf die Energiewende bereitet sich das Unternehmen bereits vor: „Die Energiewende ist eine Generationenaufgabe. Wir sind als regionales Energieversorgungsunternehmen Teil der Lösung und werden mit Innovationen, unseren Kompetenzen und Stärken dazu beitragen, dass sie in der Region gelingt", betont Dr. Reiner Lübke, Technischer Vorstand von TWL. „Die Energiewende bietet gerade uns als regionalem Versorger enorme Potenziale. Diese wollen wir frühzeitig erkennen und ausschöpfen."

TWL blickt zuversichtlich in die Zukunft
Für das laufende Geschäftsjahr 2012 rechnet TWL mit einem moderaten Anstieg der Umsatzerlöse. Entwicklungspotenzial besteht im Fernwärmegeschäft und im Netzdienstleistungsbereich, auf diesen Gebieten will das Unternehmen seine Marktposition ausbauen. Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet TWL wieder ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis.

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