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TWL-Wachstumsprojekte: Power-to-Heat-Anlage und Wärmespeicher am Netz

(vom 23.07.2015)

TWL beteiligt sich im Rahmen der Wachstumsstrategie TWL 2020 aktiv an Lösungen zur Bewältigung der Energiewende. Dazu zählt die Aufgabe, das Energieangebot und den Verbrauch auszugleichen, damit die Stromversorgung weiterhin stabil betrieben werden kann. Hier setzt die Power-to-Heat-Anlage von TWL an. Sie wandelt Strom in Wärme um und sorgt so dafür, dass ein zeitlich begrenztes Überangebot an Strom abgeführt und sinnvoll genutzt werden kann.

26,2 Prozent des Bedarfs in Deutschland konnten im Jahr 2014 mit Strom aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Bis ins Jahr 2050 sollen es jedoch 80 Prozent werden. Da die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen wie Windkraft und Photovoltaik jedoch witterungsabhängig ist, unterliegt die Energieproduktion großen Schwankungen. Wenn ein Überangebot an Strom vorherrscht, kann es zur Stabilisierung der Netze sogar notwendig werden, dass klimafreundliche Erzeugungsanlagen vom Netz genommen werden müssen. Um dies zu vermeiden, muss das temporäre Überangebot an Strom abgeführt und sinnvoll genutzt werden. Dazu kann TWL mit der neuen Power-to-Heat-Anlage einen Beitrag leisten.

So funktioniert Power-to-Heat

Die Power-to-Heat-Anlage wandelt Strom in Wärme um und sorgt so dafür, dass ein zeitlich begrenztes Überangebot an Strom abgeführt und sinnvoll genutzt werden kann. Wenn die Strommenge im Netz zu groß ist, geht die Anlage in Betrieb: Die beiden Prozesserhitzer, die jeweils eine Leistung von fünf Megawatt haben, erhitzen mittels strombetriebener Heizröhren Wasser von 70 auf bis zu 130 Grad Celsius. Anschließend speist die Anlage das erhitzte Wasser ins Fernwärmenetz ein. Besteht im Fernwärmenetz gerade kein Bedarf, etwa im Sommer, wird die produzierte Wärme im angeschlossenen Wärmespeicher zwischengespeichert. Dieser fasst 1.200 Kubikmeter Fernwärmewasser, was einer Leistung von 40 MW entspricht, das er bei Bedarf ans Netz abgeben kann. „Unsere Infrastruktur mit Fernheizwerk, Wärmespeichern und Wärmenetzen bietet optimale Voraussetzungen für den Einsatz von Elektroerhitzern“, erklärt Dr. Reiner Lübke, Technischer Vorstand von TWL.

Regelleistung schnell bereit

Die Power-to-Heat-Anlage kann jedoch nicht nur zur Erbringung von Regelenergie sondern auch für die gezielte Wärmeerzeugung für das TWL-eigene Fernwärmenetz genutzt werden: „Damit ist die Power-to-Heat-Anlage ein weiterer Baustein zur sicheren Versorgung unserer Kunden“, sagt Dr. Hans-Heinrich Kleuker, Kaufmännischer Vorstand von TWL. Besonderheit der Power-to-Heat-Anlage ist ihre kurze Reaktionszeit: In weniger als fünf Minuten ist die verlangte Leistung erreicht. Durch die kurze Reaktionszeit kann TWL erstmals hochwertige, sekundäre Regelleistung anbieten.

TWL investierte etwa 1,5 Millionen Euro in die Power-to-Heat-Anlage sowie 1,2 Millionen Euro in den Wärmespeicher.

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