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TWL erwirtschaftet 2014 erneut Jahresüberschuss

(vom 17.06.2015)

Die TWL AG hat im Geschäftsjahr 2014 erneut ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Der Jahresüberschuss beträgt 9,0 Millionen Euro. Aufgrund der überdurchschnittlich milden Witterung liegt das Jahresergebnis jedoch deutlich hinter den Planungen. Das dennoch positive Ergebnis verdankt TWL vor allem dem erhöhten Stromabsatz – gerade außerhalb des eigenen Netzgebietes.     

Die TWL AG konnte ihre Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2014 nochmals um 6,0 Prozent auf 319,0 Millionen Euro steigern (2013: 300,9 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss beträgt 9,0 Millionen Euro. Damit blieb das Jahresergebnis witterungsbedingt deutlich hinter den Erwartungen. Gemeinsam mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr ergibt sich ein Bilanzgewinn von 16,8 Millionen Euro (2013: 7,7 Millionen Euro). Das EBIT beträgt 17,9 Millionen Euro gegenüber 36,0 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2013. Ursache für diese Entwicklung war die außergewöhnlich milde Witterung. Zudem waren die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2013 aufgrund des Verkaufs eines Aktienpaketes der Pfalzwerke an die Stadt Ludwigshafen außerordentlich hoch. Das Eigenkapital konnte auf 101,6 Millionen Euro erhöht werden (2013: 92,5 Millionen Euro).

„Trotz der schwierigen Witterungsbedingungen können wir ein positives Ergebnis verzeichnen. Das ist in erster Linie unseren überregionalen Vertriebserfolgen im Strombereich zu verdanken. So konnten wir den Stromabsatz bei Großkunden im vergangenen Jahr um fast 50 Prozent steigern. Das ist für uns ein deutliches Zeichen, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist“, sagt Dr. Hans-Heinrich Kleuker, Kaufmännischer Vorstand von TWL. „Diesen Weg wollen wir auch in Zukunft weiter verfolgen. Mit unserer Strategie ‚TWL 2020 – Energiedienstleistungen innovativ leben’ setzen wir einen deutlichen Schwerpunkt für unsere künftige Entwicklung. Denn Innovationen, nicht nur im Produkt, sondern vor allem auch im Dienstleistungsbereich, sind die Basis für unseren weiteren Erfolg“, ergänzt Dr. Reiner Lübke, Technischer Vorstand von TWL.     

Entwicklung des Kerngeschäfts
Der überdurchschnittlich warme Winter hatte einen sehr großen Einfluss auf den Energieverbrauch in Deutschland. Bei einer Durchschnitttemperatur von 10,3 Grad Celsius verzeichneten alle Energieversorger in der Bundesrepublik den niedrigsten Verbrauch seit der Wiedervereinigung. Die warme Witterung wirkte sich auch auf den Erdgas- und Wärmeabsatz von TWL aus. Der Erdgasabsatz ist 2014 gegenüber 2013 deutlich gesunken: Konnten 2013 noch 1.859,9 Millionen Kilowattstunden abgesetzt werden, waren es 2014 nur noch 1.591,1 Millionen Kilowattstunden (-14,5 Prozent). Bei den Geschäftskunden innerhalb und außerhalb Ludwigshafens ging der Absatz um 13,7 Prozent zurück. Das entspricht einer Absatzmenge von 1.074,5 Millionen Kilowattstunden. Bei Privat- und Gewerbekunden in Ludwigshafen hat TWL 516,6 Millionen Kilowattstunden abgesetzt (-15,9 Prozent).

Entsprechend der Witterung war auch der Wärmeabsatz stark rückläufig. Insgesamt sank die Fernwärmeabgabe von 286,1 auf 220,2 Millionen Kilowattstunden (-23,0 Prozent). Davon entfielen 97,6 Millionen Euro auf die Geschäftskunden (-25,7 Prozent) und 122,6 Millionen Kilowattstunden auf Privat- und Gewerbekunden (-20,7 Prozent). Der Kälteabsatz blieb nahezu konstant: Gegenüber 6,7 Millionen Kilowattstunden im Geschäftsjahr 2013 konnten 2014 6,6 Millionen Kilowattstunden abgesetzt werden (-1,5 Prozent).

Sehr positiv hat sich hingegen der Bereich Strom entwickelt. TWL konnte den Stromabsatz gegenüber dem Vorjahr von 692,9 auf 1.096,1 Millionen Kilowattstunden steigern (+58,2 Prozent). Dies ist vor allem auf die erfolgreiche Akquisition von Geschäftskunden außerhalb von Ludwigshafen zurückzuführen. Hier steigerte TWL den Absatz um 48,8 Prozent. Zudem vermarktete TWL 2014 insgesamt 324,5 Millionen Kilowattstunden an fremde Netzbetreiber (+265,0 Prozent). Der Stromabsatz an Privat- und Gewerbekunden in Ludwigshafen war leicht rückläufig (-3,5 Prozent).

Der Verkauf von Trinkwasser verzeichnete erstmals seit Jahren wieder einen Zuwachs von 10,8 Millionen Kubikmeter im Jahr 2013 auf 11,5 Millionen Kubikmeter im Geschäftsjahr 2014 (+6,5 Prozent; Geschäftskunden: +11,1 Prozent; Privat- und Gewerbekunden: +5,1 Prozent).

Investitionen in Wachstumsprojekte
Das Investitionsvolumen lag im Geschäftsjahr 2014 deutlich über dem Wert des Vorjahres: Insgesamt investierte TWL 30,1 Millionen Euro (2013: 18,5 Millionen Euro), vor allem in Energieerzeugungsanlagen und den Ausbau und Erhalt der Netze. Der weitaus größte Teil floss in die Wachstumsprojekte: allen voran in die neue Power-to-Heat-Anlage, die elektrische Energie nahezu verlustfrei in Wärme umwandelt, den Wärmespeicher, der überschüssige Energie, etwa im Elektroerhitzer aufgeheiztes Fernwärmewasser, speichert und wieder abgibt, wenn sie im Netz benötigt wird, und den Ausbau des Fernwärmenetzes. In den Substanzerhalt – in erster Linie in die Strom-, Gas- und Wassernetze – investierte TWL ebenfalls stark.   

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015
Für das Geschäftsjahr 2015 sind Investitionen in Höhe von 31 Millionen Euro geplant. Der Großteil wird in die regionalen Versorgungsnetze sowie den Fernwärmeausbau in Ludwigshafen fließen. „So sichern wir den Substanzerhalt und den Ausbau unseres Kerngeschäftes in unserem Heimatmarkt“, sagt Dr. Reiner Lübke. Bis 2020 plant TWL Investitionen in Höhe von insgesamt 80 Millionen Euro. Mit diesen sollen Geschäftsfelder erweitert und neue Produktideen umgesetzt werden. „Diese Investitionen bilden die Grundlage für ein positives Jahresergebnis auch in den kommenden Jahren und sichern zudem die Arbeitsplätze bei TWL“, so Dr. Hans-Heinrich Kleuker. Insgesamt erwartet TWL sowohl für das Geschäftsjahr 2015 als auch für die kommenden Jahre ein positives Ergebnis. 

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