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TWL investiert 1,5 Millionen in Power-to-Heat-Anlage

(vom 13.12.2013)

TWL errichtet im Fernheizkraftwerk für ungefähr 1,5 Millionen Euro eine Power-to-Heat-Anlage. Ihre sieben Prozesserhitzer wandeln elektrische Energie in Wärme um. Dadurch lassen sich schwankende Strommengen aus erneuerbaren Quellen besser nutzen und die Stromnetze stabilisieren.

TWL beteiligt sich im Rahmen der Wachstumsstrategie TWL 2020 aktiv an Lösungen zur Bewältigung der Energiewende. Dazu zählt die Aufgabe, das Energieangebot und die Stromnetze zu stabilisieren. Weil die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen wie Windkraft und Photovoltaik witterungsabhängig ist, schwanken die erzielten Strommengen stark. In Phasen besonders hoher Stromproduktion kann es zur Stabilisierung der Netze sogar notwendig werden, dass klimafreundliche Erzeugungsanlagen vom Netz genommen werden müssen.

Regelleistung schnell bereit

Um diese Absteuerungen zu vermeiden, muss das temporäre Überangebot an Strom abgeführt und sinnvoll genutzt werden. Dazu kann TWL mit der neuen Power-to-Heat-Anlage einen Beitrag leisten, weil sie Regelleistung zur Verfügung stellt. Wenn die Strommenge im Netz zu groß ist, geht die Power-to-Heat-Anlage in Betrieb und speist die entstehende Wärme in das Ludwigshafener Fernwärmenetz ein. TWL profitiert in zweierlei Hinsicht: Durch die Vermarktung der Regelleistung und durch den Wärmegewinn für das Fernwärmenetz. Besonderheit der Power-to-Heat-Anlage ist ihre kurze Reaktionszeit: In weniger als fünf Minuten ist die verlangte Leistung erreicht. Durch die kurze Reaktionszeit kann TWL erstmals hochwertige, sekundäre Regelleistung anbieten.

Sieben Prozesserhitzer

Die Power-to-Heat-Anlage besteht aus sieben Prozesserhitzern, in denen strombetriebene Heizröhren Wasser erhitzen und somit die elektrische Energie in Wärme umwandeln. Das erhitzte Wasser wird in das Fernwärmenetz eingebracht. Die sieben Prozesserhitzer leisten zusammen 9,8 Megawatt und können in Schritten von 250 Kilowatt geregelt werden. Zum Vergleich: Die mittlere Leistungsabgabe in das Fernwärmenetz liegt bei ungefähr 60 Megawatt, in der Spitze werden bis zu 100 Megawatt benötigt. Die Gesamtinvestition für die Anlage beträgt ungefähr 1,5 Millionen Euro. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2014 abgeschlossen sein.


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