Die Zukunft der Energieversorgung

Der Wechsel von konventionellen Energien wie Kohle und Gas hin zu erneuerbaren Energien ist mit großen Herausforderungen verbunden. Die Einspeisung ins Stromnetz aus erneuerbaren Energien schwankt stark in Abhängigkeit von Licht- und Windverhältnissen. Eine zentrale Herausforderung der Energiewende ist die intelligente Vernetzung von dezentraler Erzeugung und Verbrauchern und der kurzfristige Ausgleich von Netzschwankungen durch flexible Anlagen. Anhand dieses Videos lässt sich gut veranschaulichen, wie eine solche Vernetzung aussehen könnte.

Momentan springen noch konventionelle Kraftwerke ein, wenn Wind, Sonne oder Biomasse den Strombedarf nicht decken können. Bis 2022 werden aber die deutschen Kernkraftwerke schrittweise außer Betrieb genommen. In Zukunft müssen die erneuerbaren Energien also selbst in der Lage sein, Strom zuverlässig bereitzustellen. Eine sichere Stromversorgung kann es aber nur dann geben, wenn das Stromnetz stabil ist – wenn also zeitgleich genau so viel Strom eingespeist wie verbraucht wird.

Ein virtuelles Regelkraftwerk gewährleistet
kurzfristig Hochflexible Stromproduktion

Die optimale Lösung um das schwankende Angebot von Sonnen- und Windstrom mit der Stromnachfrage zu verbinden ist ein virtuelles Regelkraftwerk, um erneuerbare Energien effizient in die Stromnetze zu integrieren. Um kurzfristig die hochflexible Regelenergie gesichert bereitzustellen, investieren wir zirka sechs Millionen Euro für den Bau eines virtuellen Regelkraftwerks bestehend aus Batterie und Gasturbine. Ein Teil in Höhe von 700.000 Euro kommt aus Fördermitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Bereits im ersten Quartal 2017 werden wir mit Planung und Bau der Anlage beginnen.

Hintergrund: "Schaufenster intelligente Energie -
Digitale Agenda für die Energiewende" (SINTEG) 

DESIGNetz erhält Fördermittel (Quelle: Innogy)

Im Februar 2015 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Förderprogramm "Schaufenster intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende" (SINTEG) gestartet. Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Digitalisierung der Energiewende. Ziel ist es, in insgesamt 5 großflächigen "Schaufensterregionen" skalierbare Musterlösungen für eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung bei hohen Anteilen fluktuierender Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie zu entwickeln. Die Schaufenster werden in den nächsten vier Jahren mit über 200 Mio. Euro vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Zusammen mit zusätzlichen privaten Investitionen werden insgesamt über 500 Mio. Euro in die Digitalisierung des Energiesektors investiert. Die Forschungsprojekte haben den Auftrag, „Blaupausen“ für die breitenwirksame Umsetzung einer intelligenten Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien zu entwickeln.

Im Schaufenster DESIGNetz in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland soll Energie aus Solarenergie und Windkraft für die Versorgung von urbanen und industriellen Verbrauchern genutzt werden. TWL beteiligt sich mit einem Regelkraftwerk bestehend aus Batterie und Gasturbine am Forschungsprojekt DESIGNetz.