20.11.2008
Die TWL stellt dank der Fortschritte bei ihrem Fernwärmeausbau bis Ende 2008 rund 20 Megawatt mehr an Wärmeleistung über ihre erweiterten Netze zur Verfügung. „Damit liefern wir einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Umweltbelastung", sagt Dr. Gerhard Weissmüller, Technischer Vorstand der TWL. Viele Einzelheizungen, die CO2, Staub und andere Schadstoffe in die Luft entlassen, werden überflüssig. „Die Kunden genießen durch den Bezug von Fernwärme dauerhaft finanzielle Vorteile gegenüber anderen Heizenergien", so Wilhelm Zeiser, Kaufmännischer Vorstand der TWL.
Im Ausbaugebiet Mundenheimer Straße konnten dabei einige größere öffentliche Gebäude wie das Amtsgericht, das Polizeipräsidium und das Geschwister-Scholl-Gymnasium an die Fernwärmeversorgung angeschlossen werden. Neben vielen weiteren Wohngebäuden wird jetzt auch das höchste Wohnhaus Ludwigshafen, Yorckstraße 28, von der TWL mit Fernwärme beliefert. Der Ausbau in diesem Bereich kann bislang auf ein Heizleistungsvolumen von rund 6 Megawatt beziffert werden. Im Zuge des Ausbaus werden dort weitere Objekte mit rund 4 Megawatt Leistung angeschlossen. Die Umstellungen auf Fernwärme bedeuten für den Stadtteil Süd schon heute eine Minderung von klimaschädlichen Emissionen um rund 4.500 Tonnen CO2 pro Jahr.
Auch im Ausbaugebiet Industriestraße werden derzeit Zug um Zug die neuen Fernwärmekunden an die Versorgung aus dem Fernheizkraftwerk angeschlossen. Bis Anfang nächsten Jahres werden alle Hausanschlüsse über die neue Hauptleitung bis zur Sternstraße fertig gestellt sein. Anschließend wird auch die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Oggersheim, das angrenzende Wohngebiet um die Paracelsusstraße und die Hochhäuser an der Froschlache mit dem TWL-Fernheizkraftwerk verbunden. In der Industriestraße stellt die TWL ihren neuen Kunden rund 4 Megawatt mehr an Wärmeleistung zur Verfügung, weitere 9 Megawatt kommen durch die Anbindung der weiteren genannten Gebiete hinzu. Hier beträgt die CO2-Minderung rund 10.000 Tonnen pro Jahr.
Der Ausbau der Hemshoftrasse vom Fernheizkraftwerk zum Zollhofhafen kommt ebenfalls zügig voran. Der Ringschluss mit dem Innenstadtnetz, der außerdem die Versorgungssicherheit weiter erhöht, wird Anfang 2009 erreicht. Sukzessive beginnen dann auch dort die Fernwärmelieferungen an die neuen Kunden.
Insgesamt stellte das Fernheizkraftwerk in der Industriestraße den Ludwigshafener Kunden bereits vor dem Fernwärmeausbau 56 Megawatt Wärmeleistung zur Verfügung. Dank der Steigerung der über das Müllheizkraftwerk zu verwertenden Müllmengen und des laufenden Ausbaus der Fernwärmetrassen wird die TWL bis zum anvisierten Ausbauende 2011 für Gewerbekunden und Haushalte weitere 54 Megawatt Wärmeleistung über neue Netze in den Ausbaugebieten bereit stellen.
Die Müllmengenerhöhung von ursprünglich 180.000 Tonnen Müll pro Jahr auf nun 210.000 Tonnen ist auf die Änderung der Deponieverordnung zurück zu führen. Hausmüll darf nicht mehr deponiert werden, er ist nutzbringend thermisch zu verwerten. Damit werden zusätzliche Dampfmengen produziert, die im TWL-Fernheizkraftwerk in Wärme und Strom umgewandelt werden.