Forschung für die Zukunft

Versorgungssicherheit und neue Technologien für eine emissionsarme Energieversorgung stehen im Mittelpunkt unserer Forschungsaktivitäten.

 

Alternative Technologien und Deutschlands erstes Hybridkraftwerk

Vevide

Das Forschungsprojekt Vevide hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Verbund dezentraler Energiespeicher aufzubauen: Es soll Lösungen finden, wie bei steigendem Anteil regenerativer und damit nicht steuerbarer Energien eine stabile Versorgung der Kunden sichergestellt werden kann. Wir sind einer der fünf Projektbeteiligten und entwickeln Konzepte, wie sich die Flexibilität in betrieblichen Produktionsprozessen als virtueller Energiespeicher nutzen lässt.

Deutschlands erstes Hybridkraftwerk

Das gleiche Ziel, die stabile Versorgung unserer Kunden mit Strom trotz des steigenden Anteils regenerativer und nicht steuerbarer Energien, verfolgen wir mit dem Betrieb von Deutschlands erstem Hybridkraftwerk. 
Momentan springen noch konventionelle Kraftwerke ein, wenn Wind, Sonne oder Biomasse den Strombedarf nicht decken können. In Zukunft müssen eine sichere Stromversorgung und ein stabiles Stromnetz auch nur durch den Einsatz erneuerbarer Energien gewährleistet sein. Wir haben hierfür eine Lösung: unser Hybridkraftwerk. In diesem Kraftwerk wurde eine 4 MW Gasturbine mit einem 9 MW/6,5 MWh Batteriespeicher gekoppelt. Die Batterie ist in der Lage innerhalb von Millisekunden dringend benötigte Stromkapazität zu liefern. Die Gasturbine läuft hingegen langsamer an, kann aber beliebig lange die Kapazität bereitstellen und die Batterie wieder aufladen. Somit wird dringend benötigte lokale Flexibilität für die Energiewende zur Verfügung gestellt.

Hintergrund: "Schaufenster intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende" (SINTEG)

Im Februar 2015 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Förderprogramm "Schaufenster intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende" (SINTEG) gestartet. Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Digitalisierung der Energiewende. Ziel ist es, in insgesamt 5 großflächigen "Schaufensterregionen" skalierbare Musterlösungen für eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung bei hohen Anteilen fluktuierender Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie zu entwickeln. Die Forschungsprojekte haben den Auftrag, „Blaupausen“ für die breitenwirksame Umsetzung einer intelligenten Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien zu entwickeln.
Im Schaufenster DESIGNetz in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland soll Energie aus Solarenergie und Windkraft für die Versorgung von urbanen und industriellen Verbrauchern genutzt werden. Unser Hybridkraftwerk ist Teil des Forschungsprojekts DESIGNetz.

Gleichzeitig untersuchen wir auch weitere alternative Technologien:

PolySMART

Wir sind Partner im EU-Forschungsprojekt PolySMART zur Erforschung von Adsorber-Kältemaschinen. Europaweit sind insgesamt zwölf Demonstrationsanlagen in Betrieb. Wir untersuchen, ob auch im kleinen und mittleren Leistungsbereich eine wirtschaftlich sinnvolle Versorgung mit Kälte, die durch Wärme aus dem Fernwärmenetz erzeugt wird, möglich ist. Im größeren Leistungsbereich hat TWL diese Technologie bereits umgesetzt und versorgt Kliniken, Theater und Museen in Ludwigshafen.

Stirling-Motor

Wir nutzen Stirling-Motoren für eine Einsparung von CO2 bei Heizungsanlagen. Wir versorgen bereits neun Reihenhäuser sowie fünf Einfamilienhäuser in Ludwigshafen. Diese Technologie eignet sich besonders für Einfamilienhäuser zur effizienten und umweltfreundlichen Versorgung der Bewohner mit Wärme. Der parallel zur Wärme erzeugte Strom wird in das örtliche Stromnetz eingespeist.

Brennstoffzelle

Brennstoffzellen wandeln einen Brennstoff in elektrische Wärme und Energie um. Wir betreiben in einem Gemeinschaftsprojekt mit der LUWOGE/GEWOGE, dem Wohnungsunternehmen der BASF, und der Wingas GmbH eine Anlage der nun schon vierten Generation von Brennstoffzellen-Heizgeräten in einem energetisch sanierten Mehrfamilienhaus. Die Erprobung dieser innovativen Anlage in der Praxis liefert Informationen zu Energieeffizienz, Kosten und Betriebstüchtigkeit der neuartigen Technologie.